Weinkarte












  Die Weinkarte

Wir bekämpfen mit unserer Weinkarte das ermüdende Triumvirat aus Pinot Grigio, Chardonnay und
Merlot, das seit Jahren über Mainhattans Kneipen regiert. Natürlich haben wir die AUCH, aber ab und
zu trinkt man vielleicht auch mal gerne etwas anderes, oder? Die Welt des Weines ist erfrischend un-
übersichtlich. Reisen Sie doch darin ein wenig herum. Wir helfen ihnen dabei mit zahllosen offenen
Weinen von 2,40 € bis 5 € das Glas (0,2). Darunter sind zahlreiche Weine aus kontrolliert biologi-
schem Anbau. Eine ganze Flasche zu bestellen, kommt Sie etwas günstiger, als sich einen Abend
lang von Glas zu Glas zu hangeln.

Wir verkaufen Wein auch außer Haus - zu reduzierten Preisen.
Ein besonderer Schwerpunkt unseres Angebotes ist deutscher Riesling. Blicken wir zurück: die 60er
bis 80er Jahre waren die "dark ages" des hiesigen Weinanbaus. Im Ausland flößte man sich deutschen
Wein höchstens in Form von "Liebfrauenmilch" ein. Doch inzwischen realisieren die Weißweine hier ein
Potential, das lange übersehen wurde: hauptsächlich in Gestalt des Rieslings, einer Rebe, aus der sich
eine ungeheure Bandbreite an Weinen entwickeln kann. Auf einmal verfassen die internationalen Wein-
gurus Parker, Johnson und Stuart Pigott euphorische Elogen an diesen Wein.

Was die Rotweine angeht, verlassen wir uns eher auf die Länder, in denen das Wetter besser ist und
die Winzer nicht verzweifelt um jedes Fitzelchen Körper kämpfen müssen: Frankreich, Spanien, Italien.
Trotzdem geben wir auch dem deutschen und österreichischen Rotwein eine Chance. Es gibt in unserer
Karte noch vieles zu entdecken.

Weine, die wir nicht haben
Etwas fehlt immer. Es gibt ca. 1000 Rebsorten, aber wir haben keine 1000 Weine. Zum Beispiel:
wo sind sie bloß, die angesagten Weine aus Chile, Kalifornien, Australien, Südafrika? Tja ... We're sorry.
Old Europe, you know. Natürlich wächst auch overseas guter Wein, aber der füllt wegen Günstigkeit
und Massenproduktion die Supermarktregale und viel zu viele Frankfurter Kneipen.

Da machen wir nicht mit. Außerdem sind einige "Winemaker" aus Übersee nicht sehr skrupulös, wenn’s
ums Weinmachen geht. Mal wirft man Holzchips in den Wein (wg. "Barriquegeschmack"), mal mischt man
künstliche Enzyme bei oder entzieht dem Wein Wasser, um den Geschmack zu "verstärken". In Europa
sind viele dieser Techniken (noch) verpönt. Und man muss nicht auf Dienste des Frankfurter Flughafens
zurückgreifen, um hier ein gutes Glas Wein zu trinken. Schon 10 Kilometer vor Frankfurt beginnen die
Rebenmeere. In alle Richtungen liegen Weinregionen, die selbst dem britischen Weinpapst Johnson er-
staunten Respekt abnötigen: Rheingau, Mosel, Franken, Rheinhessen, Pfalz. Die Nahe ist nahe. Und die
Frankfurter leben inmitten einer Landschaft, die seit 2000 Jahren Wein kultiviert: Europa. Der Grüne
Veltliner aus Österreich ist hier dem Vinho Verde aus Portugal grün.

Wir fahren selbst ins Elsass, um Pinot Blanc und Pinot Noir in den Kofferraum einzuladen. Oder einen
Crémant, der den Frankfurter Vernissagen-Prosecco in Vergessenheit geraten lässt.